Grabsteine erzählen I

Jeder Friedhof ist wie eine Schatzkiste. Doch wie entdecke ich die Schätze meines Friedhofs?
Wie liest man einen Friedhof überhaupt? Ein guter Anfang ist ein ausführlicher Spaziergang.
Es lohnt sich, mit Notizblock und Fotoapparat jedes Grabfeld, jede Ecke und jeden Winkel abzugehen!
Vielleicht entdecken Sie einen wunderschönen alten Engel, von dem sie gar nicht wussten?
Vielleicht entdecken Sie Buntes, Ungewöhnliches oder vielleicht auch einen antik-anmutenden verwitterten Grabstein, der Sie mit seiner Romantik in den Bann zieht?
Friedhöfe spiegeln das Leben! Das kann schon die erste wichtige Entdeckung sein!
Schließlich: Sterben müssen wir alle.
Jeder Mensch erlebt in seinem Leben Abschiede und Trauer. Das war früher so – das ist heute so. Wahrscheinlich trauern wir heute anders als unsere Großmütter und Großväter, auf alle Fälle gaben unsere Vorfahren ihrer Trauer eine andere Gestalt als wir das heute tun. Davon erzählen Friedhöfe. Das macht sie so spannend.
Und es lohnt sich, sich dem Friedhof mit seinem reichen Traditionsschatz an zu nähern.
Allein das Spazieren in der Natur, Vogelgezwitscher und Blumenduft, die unterschiedlichen Atmosphären je nach Jahreszeit, schon das hilft, sich der eigenen Endlichkeit an zu nähern.
Wandeln auf den Spuren derer, die uns im Leben und Glauben vorangegangen sind, das tut gut und ist tröstlich!
Viel Trostreiches lässt sich darüber hinaus auf und an den Grabsteinen entdecken: Engel und Tauben, Dürer’s betende Hände und Notenschlüssel, Sonnenaufgang und Kreuz, Bäume und Schiffe, Buchrollen und Schmetterlinge, Anker und Herzen*.
Vielleicht entdecken Sie auf „Ihrem“ Friedhof noch ganz andere spannende Dinge? Schreiben Sie mir davon!

*In lockeren Abständen werde ich hier weiter über o.g. Grabsteingestaltungen schreiben

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